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Bauen in Brasilien

Story

ARCADIS ist weltweit als Engineering-Consulting-Unternehmen tätig, das in vielen Ländern Infrastrukturprojekte umsetzt. Vier beein­druckende Projekte aus Brasilien wurden im Annual Report vorgestellt.

Pompeu / Staudamm / Wasserkraftwerk

Der Damm im brasilianischen Bundes­staat Minas Gerais wird den Rio Paraopeba zu einem 22,6 Quadrat­kilometer großen See aufstauen. Zwei große Kaplan-Turbinen erzeugen dann eine installierte Leistung von 82 Megawatt Strom. Der Bau dauert drei Jahre – die Hälfte davon ist Regenzeit.

So auch, als ich ankomme. Während des Shootings: Dauerregen. Unterwegs auf der Baustelle legt sich feiner Schlamm über die Kleider, Feuchtigkeit zieht ein. Fotograf nass, Kamera nass. Irgendwann gibt das Gerät den Geist auf, trotz Regen­schirm und impro­visiertem Regen­schutz. Mit der Ersatz­kamera geht es weiter, bis die Aufnahmen gemacht sind. Am Ende bin ich total verdreckt, die Bilder sind im Kasten – und die erste Kamera zum Glück wieder trocken und funktions­tüchtig.

Sao Paulo / Bodenentseuchung

Unterhalb eines Farbenwerks liegt eine Wohnsiedlung, die durch Chemikalien aus der Fabrik so kontaminiert ist, dass sie teilweise abgerissen werden muss. Arcadis hat die Untersuchungen dazu durchgeführt und ist auch Ansprechpartner für die von Umsiedlungen betroffenen Anwohner.

Sao Paulo / Deponiegas-Kraftwerk

In den letzten zehn Jahren haben zehn Millionen Einwohner in Sao Paolo täglich 15.000 Tonnen Müll produziert. Die Mülldeponien sind überfüllt und erzeugen große Mengen Methan. Damit das klimaschädliche Gas nicht in die Atmosphäre gelangt, wurde es bislang verbrannt. Weitaus klimaschonender ist es natürlich, mit dem Methan Elektrizität zu erzeugen. ARCADIS plante dafür das Deponiegas-Kraftwerk.

Conceição do Mato Dentro / Eisenerz-Pipeline

In Conceição do Mato Dentro wird Eisenerz abgebaut. In Wasser gelöst, wird der Rohstoff über eine 523 km lange Pipeline zum Hafen von Porto do Acu bei Rio de Janeiro befördert.